Mitarbeitermagazine und -zeitungen | Historie
 
 
Typologien von
Mitarbeiterzeitungen


1940er-Jahre –
patriarchalische
Werkszeitung

1960er-Jahre –
Werkfamilienzeitschrift

1970er-Jahre –
Werkzeitschrift für alle

ab 1990er-Jahre –
Dialogmedium


 

120 Jahre Mitarbeiterkommunikation – Von der patriarchalischen Werkszeitung zum Dialoginstrument

Der Schlierbacher Fabrikbote, herausgegeben im Jahr 1888, gilt als die erste offizielle Mitarbeiterzeitung Deutschlands [1]. Entstanden aus dem Bedürfnis, die Distanz zwischen Arbeitern und Unternehmensleitung zu verringern, beginnt die Emanzipation eines Mediums, das 120 Jahre später als wichtiges Instrument der internen Kommunikation anerkannt ist.

Mehrere Entwicklungsstufen sind notwendig, um dies zu erreichen. Nach dem Ersten Weltkrieg nimmt die Zahl der Publikationen zu, doch während der Naziherrschaft haben sie propagandistischen Interessen zu dienen. Der Mediencharakter verändert sich anschließend von der patriarchalischen Werkszeitung (1940er-Jahre) in Richtung einer Werkfamilienzeitschrift (1960er-Jahre) [1].

Erst Mitte der 1970er-Jahre, als Mitarbeiter erstmalig an den Inhalten beteiligt werden, kann wirklich berechtigt von einer Werkzeitschrift für alle Beschäftigten gesprochen werden. In den 1980er- und 90er-Jahren wird die Dialogfunktion immer wichtiger, was die Mitarbeiterzeitschrift der heutigen Zeit branchenübergreifend zu einem geschätzten Instrument der internen Kommunikation macht.








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